Die Eigenschaften des Quintenzirkels

Hinter dem Quintenzirkel verbirgt sich eine grafische Veranschaulichung, die in der Musiktheorie Anwendung finden. Durch ihn sollen die Verwandtschaftsbeziehungen zwischen den vorhandenen Tonarten verdeutlicht werden. Er findet seinen Ursprung im Harmonieverständnis der abendländischen Musik. Nach dem Quintenzirkel hat eine Tonart mit der auf eine Quinte folgenden Tonart die größte Nähe. Bei der Quinte handelt es sich um einen Fünftonschritt. Dieser ist das Intervall von insgesamt sieben Halbtonschritten, die aufeinander folgen. I Quintenzirkel werden benachbarte Tonarten immer als quintverwandt bezeichnet.

Der Aufbau des Quintenzirkels

Der Quintenzirkel ist einmalig. Er kommt außer in der abendländischen Musikkultur in keinen anderen Bereichen vor. Er basiert auf der Konsequenz, die in Hinblick auf die Verwendung von verschiedenen Tonarten zu erkennen ist. Zudem beeinflusst er den Einsatz der temperierten Stimmung, die für ein Musikstück notwendig ist. Grundsätzlich kommt im Quintenzirkel mit jedem Quintenabstand, der zu erkennen ist, ein weiteres Vorzeichen dazu. Wird mit einer aufwärts Quinte gearbeitet, handelt es sich beim Vorzeichen um ein Kreuz. Hingegen arbeitet man mit einem Be, wenn die Quinte abwärts verläuft. Gearbeitet wird dabei immer mit Halbtonschritten.

Die Verwendung des Quintenzirkels

Der Quintenzirkel taucht grundsätzlich sowohl bei der Dur Tonleiter als auch bei der Moll Tonleiter auf. In Abhängigkeit von der gewählten Tonleiter lassen sich bei dem verwendeten Quintenzirkel deutliche Unterschiede erkennen. Der Quintenzirkel hat einen starken Einfluss auf die Harmonielehre eines Musikstückes. Durch ihn können verschiedene Akkorde beurteilt werden. Hierbei ist eine Einschätzung der Verwandtschaftsbeziehungen von Akkorden möglich. Dadurch wird deutlich, dass sich der Quintenzirkel nicht nur auf die Tonarten und die Vorzeichen beschränkt. Durch die Kombination der verschiedensten Formen einer Tonart in einem Quintenzirkel werden schließlich verschiedene Akkorde gebildet.

Von einer Durkadenz ist die Rede, wenn eine Dur-Tonart in verschiedenen Formen miteinander kombiniert wird und durch die Anwendung von einem Quintenzirkel sowohl einen rechten als auch einen linken Nachbarn bekommt.